Wie oft müssen Feuerlöscher geprüft werden?
Ein Feuerlöscher ist nur dann ein zuverlässiges Sicherheitsgerät, wenn er regelmäßig gewartet und geprüft wird. Löschmittel, Dichtungen und Mechanik unterliegen einem natürlichen Alterungsprozess. Deshalb gibt es klare Vorgaben, in welchen Abständen Feuerlöscher überprüft werden müssen.

Prüfintervall: alle zwei Jahre
Grundsätzlich gilt in Deutschland:
Feuerlöscher müssen alle zwei Jahre von einem Sachkundigen geprüft werden.
Diese regelmäßige Wartung umfasst unter anderem:
•    Kontrolle von Druck und Funktion
•    Überprüfung des Löschmittels
•    Sichtprüfung des Behälters
•    Kontrolle von Dichtungen, Schläuchen und Ventilen
•    Austausch von Verschleißteilen
•    Erneuerung der Prüfplakette
Nur ein ordnungsgemäß gewarteter Feuerlöscher darf weiter eingesetzt werden.
Wichtig:
Für Unternehmen ist diese Prüfung nicht nur sinnvoll, sondern auch rechtlich vorgeschrieben. Im Ernstfall kann eine fehlende Wartung zu Problemen mit Versicherungen oder Behörden führen.

Unterschied zwischen Schaum- und Pulverlöschern
Auch wenn beide Gerätetypen grundsätzlich im gleichen Zwei-Jahres-Rhythmus geprüft werden, gibt es Unterschiede bei Wartung und Instandhaltung.
Schaumlöscher
Bei Schaumlöschern wird das Löschmittel in der Regel länger genutzt. Dennoch kann es notwendig sein, nach einigen Jahren das Schaummittel zu erneuern, da dessen Wirksamkeit mit der Zeit nachlässt.
Typische Maßnahmen:
•    Funktionsprüfung alle zwei Jahre
•    bei Bedarf Austausch des Löschmittels
•    Kontrolle von Kartuschen und Dichtungen
Da Schaumlöscher weniger aggressive Rückstände enthalten, sind sie meist wartungsfreundlicher.

Pulverlöscher
Pulverlöscher sind sehr robust, das Löschpulver selbst kann jedoch mit der Zeit verklumpen oder an Wirkung verlieren. Deshalb ist hier häufiger eine vollständige Erneuerung des Löschmittels sinnvoll.
Typische Maßnahmen:
•    Prüfung im Zwei-Jahres-Rhythmus
•    regelmäßige Kontrolle des Pulvers
•    bei Bedarf vollständiger Austausch des Löschmittels
Gerade in Bereichen mit Temperaturschwankungen oder Feuchtigkeit ist eine sorgfältige Wartung besonders wichtig.

Unterschied bei Pulverlöschern: Dauerdruck- und Aufladelöscher
Bei Pulverlöschern gibt es zwei unterschiedliche Bauarten, die sich in Wartung und Sicherheit deutlich unterscheiden:
Dauerdrucklöscher
Bei Dauerdruckgeräten steht der gesamte Feuerlöscher ständig unter Druck. Das Löschpulver und das Treibgas befinden sich gemeinsam im Behälter.
Nachteile:
•    Der permanente Innendruck belastet Behälter und Dichtungen dauerhaft
•    Schon kleinste Undichtigkeiten können dazu führen, dass der Druck unbemerkt entweicht
•    Im Ernstfall kann das Gerät dadurch funktionslos sein
•    Bei Beschädigungen besteht ein erhöhtes Sicherheitsrisiko
Aus diesen Gründen gelten Dauerdrucklöscher heute als wartungsintensiver und sicherheitstechnisch weniger günstig.

Aufladelöscher
Bei Aufladelöschern befinden sich Löschpulver und Treibgas getrennt voneinander. Das Gerät wird erst beim Einsatz über eine separate Kartusche unter Druck gesetzt.
Vorteile:
•    Kein ständiger Druck auf dem Behälter
•    höhere Betriebssicherheit
•    längere Lebensdauer
•    einfachere und zuverlässigere Wartung
Aus fachlicher Sicht sind Aufladelöscher die deutlich bessere und sicherere Bauart – besonders im gewerblichen Bereich.

Unsere Empfehlung
Wo Pulverlöscher erforderlich sind, sollten nach Möglichkeit Aufladelöscher eingesetzt werden. Dauerdruckgeräte sind zwar oft günstiger in der Anschaffung, können jedoch langfristig mehr Wartungsaufwand und ein höheres Risiko mit sich bringen

Behälterprüfungen und Lebensdauer
Neben der normalen Wartung gibt es zusätzliche Prüfungen, die den eigentlichen Behälter betreffen.
Nach einer bestimmten Nutzungsdauer ist eine sogenannte innere Behälterprüfung erforderlich. Dabei wird der Feuerlöscher geöffnet und der Druckbehälter gründlich auf Korrosion oder Beschädigungen untersucht.
Je nach Gerätetyp und Hersteller kann nach vielen Jahren auch eine Druckprüfung oder ein kompletter Austausch des Geräts notwendig sein.

CO₂-Löscher – besondere Anforderungen
CO₂-Feuerlöscher arbeiten mit einer Druckgasflasche. Für diese gelten zusätzliche gesetzliche Vorgaben:
•    regelmäßige Funktionsprüfungen
•    spezielle Behälter- und Druckprüfungen
•    Austausch oder Überprüfung der CO₂-Kartuschen
Diese Arbeiten dürfen ausschließlich von zugelassenen Fachbetrieben durchgeführt werden.

Warum regelmäßige Wartung so wichtig ist
Ein Feuerlöscher, der jahrelang ungeprüft an der Wand hängt, vermittelt nur scheinbare Sicherheit. Erst durch fachgerechte Wartung wird gewährleistet, dass das Gerät im Notfall wirklich funktioniert.
Regelmäßige Prüfungen bedeuten:
•    Sicherheit für Mitarbeiter und Bewohner
•    rechtliche Absicherung für Unternehmen
•    Vermeidung unnötiger Neuanschaffungen
•    lange und zuverlässige Einsatzbereitschaft

Unser Service
Wir übernehmen für Sie alle notwendigen Prüfungen und Wartungsarbeiten – zuverlässig, termingerecht und nach den aktuellen gesetzlichen Vorgaben. Auf Wunsch erinnern wir Sie automatisch an anstehende Prüftermine, damit kein Intervall versäumt wird.

Hofrichter Brandschutz Service
Zum Horst 47
66780 Rehlingen-Siersburg

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